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Baugenehmigung

Baumaßnahmen und Nutzungsänderungen (zum Beispiel von Wohnung in Büro oder von Gaststätte in Einzelhandelsladen) bedürfen in der Regel vor Beginn ihrer Umsetzung einer Baugenehmigung (§ 63 Landesbauordnung - BauO NRW).

Dies gilt nur dann nicht, wenn die Baumaßnahme zu den Vorhaben gehört, die in den  §§ 65 bis 67 Landesbauordnung (BauO NRW) aufgeführt sind.

Voraussetzung für die Erteilung einer Baugenehmigung ist, dass zuvor ein entsprechender Bauantrag für die geplante Baumaßnahme oder für die vorgesehene Nutzungsänderung bei der Stadt Kempen eingereicht wird.

Vor Erteilung der beantragten Baugenehmigung wird vom Fachdienst Bauaufsicht geprüft, ob das beantragte Vorhaben dem für das Antragsgrundstück geltenden Baurecht entspricht. 

Bei geplanten Wohngebäuden und kleineren Bauvorhaben dauert das Baugenehmigungsverfahren einige Wochen, sofern nicht eine Baulast erforderlich ist für die Genehmigungsfähigkeit. Zu den kleineren Bauvorhaben zählt zum Beispiel die Errichtung von

  • Garagen,
  • Carports,
  • Balkonen oder
  • Dachgauben.

Bei größeren Bauvorhaben dauert das Baugenehmigungsverfahren mindestens 2 Monate, weil im Verfahren auch weitere Ämter (teilweise andere Behörden) um Stellungnahme zum Bauantrag gebeten werden müssen. Zu größeren Bauvorhaben zählt zum Beispiel die Errichtung von

  • Gewerbe- und Industriebauten,
  • Geschäftshäusern oder
  • Bürogebäuden.

Jedoch kann jederzeit ein Antrag auf Erteilung einer Teilbaugenehmigung für bestimmte Bauteile gestellt werden. Dies gilt zum Beispiel für

  • Erdarbeiten und Fundamente,
  • für Erdarbeiten / Fundamente und Bodenplatte oder
  • sogar für den gesamten Rohbau.

Eine solche Teilbaugenehmigung wird erteilt, sobald feststeht, dass das Bauvorhaben baurechtlich grundsätzlich zulässig ist und der erforderliche geprüfte Nachweis der Standsicherheit („Statik“) vorgelegt wird.

Das Erfordernis zur Eintragung einer Baulast in das Baulastenverzeichnis der Stadt Kempen kann zu längeren Verfahrensdauern führen. In der Regel ist die Eintragung einer Baulast auch Voraussetzung für die Erteilung einer Teilbaugenehmigung.

Wichtiger Hinweis:

Wird bekannt, dass Sie ohne die erforderliche Baugenehmigung gebaut haben (so genanntes „Schwarzbauen“), wird die Baustelle sofort stillgelegt. Außerdem wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet (ähnlich wie beim Fahren ohne Führerschein). Gleiches gilt auch für ungenehmigt durchgeführte Nutzungsänderungen. 

 

 

 

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Marion Schaaff
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Josef Klueyken
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