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Bildung

In Kempen genießt die Bildung traditionell einen hohen Stellenwert. In Trägerschaft der Stadt Kempen befinden sich insgesamt sechs Grundschulen, zwei Gymnasien, eine Gesamtschule, eine Hauptschule sowie eine Realschule. Damit ist es in Kempen möglich, jeden Schulabschluss zu erwerben. Darüber hinaus ist in Kempen auch das Berufskolleg des Kreises Viersen angesiedelt, in dem viele der Schüler nach Verlassen der weiterführenden Schulen in Kempen ihre schulische Laufbahn fortsetzen. Weiterhin ist in Kempen das Förderzentrum Ost, eine Förderschule des Kreises Viersen mit zwei Teilstandorten, untergebracht. Das vielfältige Angebot macht Kempen als Wohnumfeld für Familien mit Kindern sehr attraktiv. Einen Überblick erhalten Sie bei der Aufstellung Schulen A-Z.

Schule hat Tradition

Städtisches Gymnasium

Die älteste Kempener Schule ist das Gymnasium Thomaeum, dessen Wurzeln bis auf eine Lateinschule im Jahr 1659 zurückgehen. Damit konnte das Thomaeum im Jahre 2009 sein 350-jähriges Bestehen feiern. Auch das deutlich jüngere, aber nicht minder ambitionierte Luise-von-Duesberg-Gymnasium, das im Jahre 1867 ursprünglich als Schule für höhere Töchter gegründet wurde, blickt bereits auf eine mehr als 140-jährige Geschichte zurück.

Die Erich Kästner Realschule hat - damals noch als Kreisrealschule - im Jahr 1964/65 den Schulbetrieb aufgenommen und konnte im Jahre 2014 ihr 50jähriges Bestehen feiern. Die Martin-Schule (Gemeinschafts-Hauptschule) und die Grundschulen gibt es seit dem Jahre 1968. Damals wurden die Volksschulen in Grund- und Hauptschulen aufgeteilt.

Bedingt durch den demographischen Wandel, ein geändertes Schulwahlverhalten, dem Wunsch nach längerem gemeinsamen Lernen, der verstärkten Nachfrage an Ganztagsangeboten sowie der Herausforderung die Voraussetzungen für ein inklusives Schulsystem zu schaffen, werden die beiden letztgenannten Schulen jedoch in den nächsten Jahren auslaufen und nehmen aus diesem Grund seit dem Schuljahr 2014/15 keine Eingangsklassen mehr auf. An deren Stelle tritt die Städtische Gesamtschule Kempen, welche zum Schuljahr 2014/15 gegründet wurde und in den nächsten Jahren sukzessive in die Räumlichkeiten beider Schulen hineinwachsen wird.

Kinder essen in einer Ganztagsschule

Wie bereits an diesem kurzen geschichtlichen Abriss zu erkennen ist, sind die Schulen in Kempen einem stetigen Wandel unterworfen. Die Schulen stehen den Anforderungen der Gegenwart aber aufgeschlossen gegenüber und stellen sich den damit verbundenen Herausforderungen. Beispielsweise haben sie sich in den letzten Jahren verstärkt auf die veränderten Familienstrukturen eingestellt. So gibt es inzwischen an den Grundschulen verschiedene Betreuungsmöglichkeiten. Von den Betreuungsgruppen „Schule von acht bis eins", in denen die Kinder verlässlich in dieser Zeit - zum Teil auch darüber hinaus - versorgt werden, über die Betreuungsgruppen „13 plus", bis hin zur "Offenen Ganztagsschule" und den Betreuungsmöglichkeiten in den Schulferien. Auch an den weiterführenden Schulen gibt es mittlerweile Betreuungsmöglichkeiten, wobei die Martin-Schule und die Städtische Gesamtschule Kempen explizit Ganztagsschulen sind.

In die Zukunft investiert

Schulgebäude

Der Stadt Kempen sind ihre Schüler lieb und teuer. So investiert der Schulträger in jedem Jahr erhebliche Mittel in den Ausbau, die Unterhaltung und die Bewirtschaftung der Schulgebäude. Mit dem Bau der Mensa sowie mit dem Bau der Kästneria wurden die Rahmenbedingungen für eine gute Versorgung der Jugendlichen in der Mittagspause geschaffen.

Die Schulstadt Kempen steht nicht nur bei den eigenen Bürgerinnen und Bürgern hoch im Kurs, sondern ist auch für das Umland attraktiv. So besuchen seit langem zahlreiche auswärtige SchülerInnen die weiterführenden Schulen. Regelmäßig waren in den vergangenen Jahren die Anmeldewünsche von auswärtigen Schülerinnen und Schülern allerdings so groß, dass schon lange nicht mehr alle Auswärtigen auch tatsächlich einen Platz in Kempen finden konnten. In Abstimmung mit den Nachbarschulträgern und den dortigen Schulen war es jedoch stets möglich, für alle auswärtigen Schülerinnen und Schüler einen Platz an der gewünschten Schulform zu finden.