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Beratung für pflegende Angehörige in St. Hubert

Mitteilung vom 04.11.2021

Die Pflege eines nahen Angehörigen ist eine wichtige Aufgabe, jedoch auch eine, die in vielerlei Hinsicht herausfordernd sein kann. Gerade bei langjährigen Pflegesituationen fühlen sich Angehörige oft ausgelaugt und entwickeln ein Gefühl der Aussichtslosigkeit bis hin zu depressiven Problematiken. Um die Belange von pflegenden Angehörigen im Gesamtkontext mit der Situation der Pflegenden in den Blick zu nehmen, hat die Stadt Kempen in Zusammenarbeit mit der Alexianer Krefeld GmbH ein Beratungsangebot ins Leben gerufen. An jedem zweiten Freitag in Monat wird im Begegnungszentrum St. Hubert ein Beratungsangebot mit folgenden Schwerpunkten angeboten:

  • Spezialisierte Beratung zum Thema Demenz und zu psychischen Erkrankungen im Alter durch die Alexianer.
  • Gründung einer Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige
  • Beratung in Einzelgesprächen zu allen Anliegen rund um das Thema Pflege und Versorgung
  • Schulung zum Thema Demenz
  • Begleitung der Angehörigen von der Beantragung eines Pflegegrads bis hin zum Aufbau einer passenden Versorgungsstruktur

Das Beratungsangebot findet das nächste Mal am 12. November 2021 statt und dann an jedem 2. Freitag im Monat. Zwischen 12 und 15 Uhr finden Einzelberatungen statt. Eine vorherige Terminvereinbarung ist notwendig. „Die Schwerpunkte der Beratungen bilden die Themen Demenz und Depressionen, jedoch sind auch alle anderen Menschen willkommen, die Unterstützung benötigen“, erklärt Katrin Krah, die zuständige Projektkoordinatorin der Alexianer Krefeld GmbH. „Oberstes Ziel ist, dass keiner durch das Hilfenetz fällt und jeder die Unterstützung bekommt, die sie oder er benötigt“, ergänzt Nadja Kleine, Pflegeberaterin der Stadt Kempen.

Zum Start des Beratungsangebots kamen die Kooperationspartner im Begegnungszentrum St. Hubert zusammen. v.l. Gaby Langhans, Stadt Kempen, Nadja Kleine, Pflegeberaterin Stadt Kempen, Tim Evers, Pflegeberater Stadt Kempen, Nancy Hüser, Alexianer Pflegeselbsthilfe-Kontaktbüro, Bennet Gielen, Erster Beigeordneter der Stadt Kempen, Stefan Urban, Projektarbeit und Pflegeberatung Alexianer Krefeld, Katrin Krah, Projektkoordinatorin Alexianer Krefeld. © Stadt Kempen / JMJ

Am gleichen Tag finden ab 16 Uhr im Begegnungszentrum St. Hubert auch Selbsthilfegruppen für Angehörige statt. Von 16 bis 17:30 Uhr trifft sich die Angehörigengruppe „Menschen mit Demenz“ und von 18 bis 19.30 Uhr die Angehörigengruppe „Menschen mit Depressionen“. Diese Gesprächsgruppen bieten Angehörigen die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Dabei geht es zum einen darum, einem Raum zu haben, um sich Probleme ‚von der Seele‘ zu reden, aber zum anderen auch um einen Erfahrungsaustausch und konkrete Ratschläge von Betroffenen für Betroffene.

Zum Hintergrund:

Die Beratung findet an jedem 2. Freitag im Monat statt, mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Zeit von 12 bis 19:30 Uhr.

Der nächste Termin ist der 12. November 2021.

Die Beratung findet im Begegnungszentrum St. Hubert im Dr.-Karl-Rudolph-Haus, Anton-Hochkirchen-Str. 4, 47906 Kempen statt.

Mehr Informationen erhalten Interessierte bei der Stadt Kempen per E-Mail unter nadja.kleine@kempen.de oder tim.evers@kempen.de sowie telefonisch unter 02152/917-2120 bzw. 2121.

Ansprechpartner für die Alexianer Krefeld GmbH ist Stefan Urban. Er ist per E-Mail unter s.urban@alexianer.de sowie telefonisch unter 02151/334 5277 erreichbar.

Die Kooperationspartner vor dem Begegnungszentrum in St. Hubert. v.l. Bennet Gielen, Erster Beigeordneter der Stadt Kempen, Katrin Krah, Projektkoordinatorin Alexianer Krefeld, Stefan Urban, Projektarbeit und Pflegeberatung Alexianer Krefeld, Nancy Hüser, Alexianer Pflegeselbsthilfe-Kontaktbüro, Gaby Langhans, Stadt Kempen, Nadja Kleine, Pflegeberaterin Stadt Kempen, Tim Evers, Pflegeberater Stadt Kempen. © Stadt Kempen / JMJ

Insgesamt verfügt Nordrhein-Westfalen über ein breites Netz an Pflegeselbsthilfeangeboten. Um dieses Netz weiter auszubauen und entlastende Selbsthilfeangebote für noch mehr pflegebedürftige Personen und deren Angehörige zugänglich zu machen, gibt es seit 2017 die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe (kurz: KoPS). Diese haben die Aufgabe, Interessierte über bestehende Pflegeselbsthilfeangebote zu informieren, Gruppen in ihrer Arbeit zu beraten und zu begleiten sowie bei der Gründung von neuen Selbsthilfeangeboten zu unterstützen.

Die Landesregierung NRW und die Pflegekassen fördern das landesweite Netzwerk über ein Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe je Kreis und kreisfreier Stadt. https://pflegeselbsthilfe.de/

Ihre Ansprechpartner:

Nadja Kleine
Telefon: 0 21 52 / 917-2120

Anschrift

Rathaus am Bahnhof
Schorndorfer Str. 20
47906 Kempen

Erreichbarkeit

Montag, Mittwoch und Freitag
8.30 bis 12.30 Uhr
und nach Terminvereinbarung